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WISO-Sendung: bittere Aprikosenkerne

Im März 2009 "ermittelte" WISO gegen bittere Aprikosenkerne. Wie so oft in den letzten Jahren wird von interessierter Seite gegen die bitteren Aprikosenkerne vorgegangen. Natürlich mit dem erhobenen und warnenden Finger: Blausäure und Tod!

Wir möchten diese Sendung nicht unkommentiert lassen und Informationen geben, damit Sie selbst die "aufgedeckten" Ergebnisse richtig einschätzen können.
Vorab gesagt: Wir wollen niemanden zum Verzehr der bitteren Aprikosenkerne animieren!
Sie treffen Ihre eigene Entscheidung nach Abwägung sorgfältiger Prüfung des Für & Wider.

__2002 wurden unsere Kerne zum
Bayrischen Landesuntersuchungsamt Erlangen zur Kontrolle gesendet.
Damaliger Leiter Dr. Tkotz, Toxikologe Dr. Kaschube.
Ich zitiere aus dem amtlichem Schreiben:

"Bei den bitteren Aprikosenkernen handelt es sich um ein Lebensmittel im
Sinne des Artikel 2 der EUBasis Verordnung,"

Gehalt an Cyanid: 2180 mg/kg etwa 082mg/Kern

Gefahrenbeschreibung:
Die niedrigste letale (tödliche) Dosis beim Menschen wird mit
0,5-3,5mg/kg KG(Körpergewicht ca. 60 kg)

0,5mg x 60kg x 082mg/Kern=36 Kerne
3,5mgx60kgx0,82= 172Kerne


In dem Gutachten weist Dr. Tkotz auch darauf hin, "Beim Verzehr von
blausäurehaltigen Lebensmitteln durch den Menschen, ist allerdings von
einer großen interindividuellen Variabilität auszugehen:
1 bis 30mg/kg KG (Körpergewicht) wurden als noch ohne Vergiftungserscheinigungen tolerierte Aufnahmemenge angegeben."
(Lindner 1990)

Hier wieder eine Umrechnung in unsere Aprikosenkerne (60 kg):

1 mg =etwa 73 Kerne
30 mg =etwa 2200 Kerne


Es gibt aber auch Menschen, die einen gestörten Cyanidstoffwechsel haben,| für die diese Werte selbstverständlich nicht gelten Bei diesen Menschen können auch wenige Kerne Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Schwindelgefühl, oder Erbrechen auslösen!


Weiter schreibt Dr. Kaschube:

"Subletale akute Dosen (noch nicht tödliche Mengen) führen zu einer reversible (rückgängige) Vergiftungssymptomatik aus Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Zyanose, verbunden mit einem Erstickungsgefühl.

Die rasche Metabolisierung und Entgiftung von Cyanid zu Thiocyanat bedingt, dass die chronische Zufuhr geringer Mengen an Blausäure nur selten zu Vergiftungserscheinungen führt (etwa bei Störung des Cyanidstoffwechsels). Die metabolische Entgiftungskapazität für Blausäure beim Menschen wird mit 0,1-1mg/kg KG/h angegeben(z.b. Ludewig, 1999).

0,1mg= ca. 7,3 Kerne/h
1mg = ca. 73 Kerne/h

Dies heißt, dass bei einem gesunden Menschen etwa die Menge von 7,3- 73 Kernen pro Stunde über den Urin ausgeschieden wird.


Das bedeutet, dass nach ca. 1 Stunde von 7,3 -73 Kerne so gut wie nichts mehr im Körper vorhanden ist!
Dies sind wissenschaftliche Daten, die im LUA Erlangen bestätigt werden können.


Hier eine weitere interessante Mitteilung aus Sachsen

LUA - MITTEILUNGEN
Nr. 2 / 2005
Landesuntersuchungsanstalt
für das Gesundheits- und
Veterinärwesen Sachsen

Spuren von Blausäure sind im gesunden menschlichen Organismus in Blut und verschiedenen Organen zu finden (Cyanid-Pool). Die Zufuhr wird in erster Linie durch die Nahrung geleistet.
Der Organismus besitzt die Fähigkeit der direkten Ausscheidung von Cyanid (Urin, Haut);
der Hauptweg der Cyanidentgiftung ist jedoch die Überführung des Cyanids unter Mitwirkung
des Enzyms Rhodanase mit Thiosulfat in Rhodanid (Thiocyanat), welches ebenfalls harngängig ist. Dadurch können in der Leber eines Erwachsenen problemlos pro Tag 20 bis30 mg Blausäure entgiftet werden. Normalerweise wird im Plasma ein Cyanid/Thiocyanat-Verhältnis von 1:99 nicht überschritten. Das Rhodanid erfüllt wichtige Aufgaben im Körper.
In physiologisch angepasster Dosierung werden Wachstums- und Regenerationsprozesse gefördert, die humorale Immunantwort stimuliert und die unspezifische Resistenz erhöht. Bei Belastungen ist eine Schutzwirkung gegen toxische, carcinogene! und mutagene Noxen sowie Stresssituationen nachweisbar.

Insgesamt ist eine Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Vitalität zu verzeichnen.
Zur Bereitstellung von genügend Rhodanid wird also Cyanid benötigt! Die Bildung von Cyanid aus Aminosäuren und Glucose bei der Maillard-Reaktion (Strecker-Abbau) ist daher bedeutungsvoll.
Trotz dieser körpereigenen Bildung des SCN' ist aber auch noch eine Zufuhr über die Nahrung nötig;
eine tägliche Aufnahme von bis zu 6 mg wäre empfehlenswert.
6mg = 7,5 Aprikosenkerne

Achtung: aus versehen haben wir dieses Zitat fälschlicherweise Frau Dr. Makulla zugeschrieben! Wir entschuldigen uns dafür bei Frau Dr. Makulla. Wir bitten alle, dieses falsche Zitat aus ihrem Gedächtnis zu streichen und nicht mehr Frau Dr. Makulla zuzuschreiben.

Dieses Zitat stammt von DLC Dr. K. Hohlfeld LUA Dresden und DLC Dr. D Hübner LUA Dresden Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinätswesen Dresden! LUA-Mitteilungen Nr. 2 2005


Wären die Kerne so giftig wie in z.B. Wiso dargestellt, dann gäbe es schon tausende Tote. In Deutschland werden im Jahr ca. 100 Tonnen bittere Kerne gegessen in vielen Fällen 50-100 Kerne über den
Tag verteilt.
Schon das Institut für Risikobewertung in Lebensmittel warnte vor einem
Jahr mit Todesfällen.
Wir schrieben eine Mail mit der Bitte um einen nachweisbaren
detailliertem Todesfall nach der Einnahme von bitteren Aprikosenkernen.
Erst nach Anmahnung kam dann die Antwort, dass es keinen Todesfall gäbe!
Das wird natürlich nicht richtiggestellt.

So wird ganz bewusst mit den Ängsten der Verbraucher gespielt.
Wir bitten Sie eigenverantwortlich mit Ihrem Körper umzugehen.
Noch einmal: Dies ist kein Aufruf zur Einnahme von bitteren Aprikonenkernen, sondern Informationen zur besseren Einschätzung!

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